Elefantenrunde – Resultat

Update: Video der Sendung hinzugefügt
Heute um 20:15 Uhr trafen sich die Spitzenkandidaten der Wien-Wahl in den Sofiensälen die nach dem furchtbaren Brand 2001 zu einem Hotel u. Wohnkomplex umgebaut wurden.

Eine sogenannte Elefantenrunde bei der es eigentlich nur zwei „Elefanten“ gab:
Michael Häupl (SPÖ), dessen Partei in einer nie dagewesenen Zelbstzerstörungswut nicht mehr von der Verliererspur weg kommt und die eigentlich ihre Berater für diese Schlammschlacht bei der Wahlwerbung hochkant feuern müsste.
Weiters HC Strache dessen Aufschwung nach oben hin quasi keine Grenzen kennt und in dieser Runde wie immer eine sehr ruhige kompetente und bürgernahe Sachlichkeit an den Tisch brachte.

Die erste Hälfte der Sendung wurde ausschliesslich dem Asylthema gewidmet, wo von Vassilakou gebetsmühlenartig wiederholt wurde, dass wir doch gefälligst ALLE Zuwanderer aufnehmen müssen. Häupl saß ziemlich zerklatscht wie ein alter Hüpfsack gegenüber und bejahte dies natürlich, aber „freilich“ so meinte er, „ist die Bildung scheisse“ (Sinngemäss), „aber wir werden daran arbeiten“.

In der ersten Hälfte gingen fast alle auf Strache los, ausgenommen der Spitzenkandidat der ÖVP, welcher sich vl. schon ausmalte den Roten nach der Wahl Saures zu geben und eine Koalition ablehnt, um dann vielleicht mit der FPÖ gemeinsam in Wien zu regieren. Häupl bekam von Juracka jedenfalls auch das Fett weg 😉

Die zweite Hälfte wiederum war davon geprägt….alle gegen Häupl…nur nicht die Grünen, denn Vassilakou schmierte dem roten Elefanten von Anfang an Honig ums Maul, in der Hoffnung wieder mitregieren zu dürfen.

Fazit:
Strache und Häupl bezichtigten sich gegenseitig der Lüge, womit eigentlich eh jeder rechnen konnte.
Grün und Schwarz waren fest am schleimen, jedoch etwas ist aufgefallen….als Meinl Reisinger von den Neos, der SPÖ Korruption vorwarf, meinte Häupl ganz arrogant „Dann gehns halt zum Staatsanwalt“.
So ein Thema sollte gerade in so einer Diskussionsrunde ausgesprochen werden, der zweite Versuch wurde jedoch beinhart von der Moderation abgewürgt…….fast ein Medienskandal.
Vassilakou dachte wohl, sie ist bei einem Privatinterview, ihr Auftritt war eher skurril. Eine Vertreterin einer eher mikrigen Partei, sollte sich lieber zurückhalten und nicht dauern andere unterbrechen und ihre eigenen Antworten ins grenzenlose ausdehnen. Die Moderatoren hatten sichtlich Mühe, die Quasseltante zu bremsen.
Strache war sehr souverän, Häupl mehr in der Defensive.

Bei wichtigen Themen, die noch dazu gegen den amtierenden Bürgermeister gerichtet sind, wird abgewürgt, aber davor wird die halbe Sendezeit über das Asylthema gesprochen, welches eigentlich Sache der Bundesregierung ist.

Rot und Grün wird sich mit großer Sicherheit nicht mehr ausgehen.
Sollte die SPÖ weiter Nr. 1 bleiben, wäre die einzige Alternative eine Zusammenarbeit mit der ÖVP, dies sieht im Moment jedenfalls ziemlich schlecht aus, da Juracka wohl lieber mit den Blauen arbeiten möchte.
Sollte die FPÖ den 1. Platz schaffen, wäre eine schnelle Verhandlung mit der ÖVP sehr wünschenswert, denn die Bürger und Bürgerinnen würden es wohl schwer verzeihen, wenn HC mit genau jener Partei zusammenarbeitet, welche die letzten Monate 1 Drittel der Wähler massivst beleidigt und zutiefst erschüttert hat.

Hier die Sendung zum „nachsehen“

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