Wie verlogen kann man sein?


Man ist ja mittlerweile daran gewöhnt, dass sich bestimmte „unabhängige“ Medien, gerade jetzt im Wahlkampf auf ihre „Lieblingsparteien“ so richtig einschießen.

Dass aber ein Printmedium eines Gratisblattes so offensichtlich und unverfroren, mit zweierlei Maß einen Wahlkampfslogan zweier Parteien beurteilt, gab es wohl noch nie in der Geschichte des Journalismus.

Die FPÖ fordert bereits seit vielen Jahren, dass die EU reformiert werden muss, dass unnötige Gesetze und Verordnungen aus Brüssel abgeschafft werden sollen und somit ein Großteil der Entscheidungen wieder in nationale Gesetzgebung übertragen werden soll.
Die EU solle sich zudem mehr um wichtigere Themen kümmern, wie zB. den Aussengrenzschutz sowie die unkontrollierte Migration.
Diese Forderung wurde von OE24 stets als Populismus abgekanzelt.
Bei diversen Interviews mit verschiedenen Gästen, stand öfter die Frage im Raum: „Will die FPÖ nicht eher die EU zerstören oder gar aus ihr austreten?“
Dabei wird gerne darauf vergessen, dass die EU bereits durch all die linken Parteien im EU Parlament zerstört wurde. Sei es nun der Ansturm der meist Wirtschaftsflüchtigen seit 2015, der noch immer nicht funktionierende EU Aussengrenzschutz oder vieles mehr.

Nigel Farrage sagte in einem seiner Schlussstatements: „Die Massenmigration ab 2015 brachte das Fass zum überlaufen“. Merkel war ein großer Grund, dass es zum Brexit kam bzw kommen wird.

Zurück zu OE24:
Wie oben beschrieben, wurde die FPÖ bezüglich ihres Reformkurses immer als Populist und EU-Zerstörer dargestellt. Als sich jedoch am 14.05.2019
Niki Fellner in seiner Kolumne zum Thema EU Reform äußerte, war wohl jedem Österreicher klar, dass dieses Billigblatt nicht gegen die Themen der FPÖ ist (auch wenn diese gut sind), sondern gegen die FPÖ an sich.

Ausschlaggebend für diese Kolumne war anscheinend der plötzliche Kurs des Bundeskanzlers, indem er versprach, 1000 unnütze Verordnungen oder Gesetze aus Brüssel, streichen lassen zu wollen.

Niki Fellner schrieb plötzlich zur EU Kritik folgendes:

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Sebastian Kurz hat wieder einmal ein Primärthema der FPÖ kopiert, Niki Fellner findet dieses auf Seiten der ÖVP gut und richtig indem er meint:
„Kurz´Ansagen entsprechen der Mehrheit der Österreicher und er spricht ihnen aus der Seele.“
und weiter dürfe man „den Kanzler deswegen nicht ins rechte Eck stellen oder gar als Antieuropäer bezeichnen“ denn damit ist man „am falschen Dampfer“

Mit hoher Wahrscheinlichkeit waren die Leser dieses Mediums bereits gestern in der Früh ob dieses Statements derart schockiert und irritiert, dass sie die Zeitung am liebsten gleich weg geworfen hätten.

Niki Fellner dachte nicht daran, mit seiner Lobhudelei für den türkisen Blaupausen-Kanzler aufzuhören und setzte noch eines drauf.

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„Kurz tut das EINZIG Richtige indem er die Probleme in Europa anspricht die offensichtlich sind“ Er meint zudem, dass die ÖVP bei dieser Wahl wohl auf über 30% kommt und er wird die „FPÖ abräumen“

Von Fellner kam jedoch nicht die Frage, warum Kurz nicht schon in der zweiten Jahreshälfte 2018, beim österreichischen EU Ratsvorsitz, gegen die 1000 unnötigen Verordnungen und Gesetze vorgegangen ist, und warum er damit 5 Monate später, vor der EU Wahl daherkommt.

Jedenfalls erinnert und diese Strategie an den Nationalratswahlkampf 2017 wo Sebastian Kurz sehr viele Themen der FPÖ kopierte, und damit seine Partei zum Sieg führte.

Was Kurz aber mit diesem Wahlkampf erreichen will, darüber teilen sich die Meinungen.
Einige denken, dass dies eine gute Strategie ist, andere – vor allem alteingesessene OVP Wähler, sehen keine klare Richtung ihrer Partei.

Dazu gibt es mehrere Gründe:
Folglich ein Zitat der Webseite eu2018.at


Ich glaube aber, dass es […] ganz besonders entscheidend ist, dass wir […] nicht vergessen, was die Europäische Union eigentlich ist. Nämlich das größte Erfolgsprojekt des 20. Jahrhunderts. Ein Erfolgsprojekt, das 500 Millionen Menschen in einer einzigartigen Art und Weise Friede, Freiheit und zumindest einen bescheidenen Wohlstand garantiert […].
Bundeskanzler Sebastian Kurz, Europäisches Forum Alp


Bundeskanzler Sebastian Kurz, Europäisches Forum Alpbach, 27. August 2018

Sebastian Kurz möchte die EU ändern, widerspricht sich jedoch in einem Tweet, indem er die gute Arbeit von Othmar Karas hervorhebt.
Sinngemäß hat es der lang gediente VP-Delegationsleiter in seinen 20 Jahren in der EU nicht geschafft, diese im Sinne Kurz´zu reformieren.

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Die zweite Kandidatin auf der ÖVP Liste Karoline Edtstadler, steht anscheinend nur für einen strengeren Migrationskurs, ein Kurs den IM Herbert Kickl schon lange für Österreich eingeschlagen hat.
Kurzum, die ÖVP will und die FPÖ setzt Taten.

Die Wähler der ÖVP können einem richtig leid tun, nun gibt es 3 Kurse zur Auswahl:

  • den Zentralstaat EU durch Karas
  • die Migrationspolitik von Edtstadler (Kopie)
  • die Reform des eh nicht antretenden Kanzlers

Zum Abschluss ein kleiner Überblick der EU Spitzenkandidaten:

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