Abkassiert im Übergang: Die Plastiksteuer trifft Konsumenten, Bau und Energie

Teuer verbrannt, clever versteckt
Während die Preise für Strom, Gas und Lebensmittel steigen, entdeckt die Politik eine neue Einnahmequelle: nicht recycelbare Plastikverpackungen. Offiziell soll die Steuer die Umwelt schützen. Faktisch trifft sie lokale Hersteller, Energieverbraucher und Bauherren, während internationale Plattformen und Lieferländer weitgehend unbehelligt bleiben. Die Rechnung zahlt der Alltag – und zwar sofort.
Vom Joghurtbecher zur teuren Wärme
Was in der nicht recyclebaren Verpackung beginnt, endet im Heizraum: Kunststoffreste werden zerkleinert, aufbereitet und als Ersatzbrennstoff verkauft. Sie liefern Fernwärme, Prozesswärme und Strom, stabilisieren die Wirtschaftlichkeit von Müllverbrennungsanlagen und halten Industrieprozesse am Laufen. Dieser Brennstoff ist systemrelevant – und trotzdem verteuert die Politik genau das, was man noch dringend braucht.
Die Umstellung dauert – die Kosten nicht
Die Industrie kann nicht von heute auf morgen umstellen, Verpackungen verschwinden nicht über Nacht. Trotzdem wird der vorhandene Brennstoff sofort belastet. Ergebnis: höhere Kosten für die Energieversorgung, für Fernwärme, für die Bauwirtschaft – und am Ende für den Verbraucher. Wer gedacht hat, Umweltpolitik sei clever und nachhaltig, erlebt hier Budgetpolitik mit Nebenwirkungen.
Fernwärme, Zement und Wohnen: alles teurer
Abfallverbrennung stützt die Fernwärmeversorgung. Steigt der Preis für Ersatzbrennstoff, müssen teurere Energieträger eingesetzt werden. Zementwerke, einer der größten Abnehmer, sehen ihre Produktionskosten steigen – die Baukosten folgen. Wohnbau, Infrastruktur, Sanierungen: alles wird teurer, und niemand fragt, ob das gerecht ist.
Praktische Konsequenz für Markt und Verbraucher
Die Steuer trifft zuerst lokale Hersteller und Händler, die ohnehin schon unter Druck stehen. Internationale Plattformen wie Amazon oder Temu sowie ihre Lieferländer werden weniger belastet. Das führt zu Marktverzerrung: lokale Produzenten zahlen mehr, Konsumenten greifen auf günstigere Importprodukte zurück, und der Effekt auf Recycling oder Lenkung wird massiv verwässert.
Umweltpolitik oder Abkassieren?
Der Staat erlaubt weiterhin nicht recycelbare Verpackungen, nutzt sie energetisch, besteuert sie – und verkauft das als Umweltpolitik. Ohne gesicherte Alternativen, ohne sozialen Ausgleich und ohne klare Zweckbindung der Einnahmen bleibt von Lenkung nur eins: Mehreinnahmen auf Kosten der Bürger.
Klartext-Schluss
Wer heute Plastik besteuert, das man noch braucht, verteuert nicht nur die Verpackung, sondern ein ganzes Stück Alltag. Energie, Bau, Wohnen – alles wird teurer. Umweltpolitik sieht anders aus. Wenn die Regierung wirklich etwas verändern will, müsste sie erst Alternativen schaffen, Systeme umbauen – und erst dann kassieren. Alles andere ist Abkassieren im Übergang.
Inhaber, Redaktionelle Leitung
Einfach, geschmacklos aber immer aktuell!
Berichte könnten eine Portion Sarkasmus enthalten.
Besuche uns auf Telegram




Kommentare
Willkommen in unserer Community! Bitte achtet auf einen respektvollen und höflichen Umgang untereinander und haltet euch an die allseits bekannte Netiquette. Spamt nicht herum und unterlasst Werbungen zu anderen Seiten. Links sind erlaubt, wenn sie dem behandelten Thema entsprechen und z.B. zu öffentlichen Seiten verweisen. Achtet darauf, keine Fakenews zu verbreiten! Für ausführliche Diskussionen steht dir ebenso unser Forum zur Verfügung.